Komitee „Vorschulische Sprachförderung“ mit klaren Worten an den Grossen Rat

Mitteilung vom 20. August 2021

Das Komitee „Vorschulische Sprachförderung“, bestehend aus den beiden Jungparteien „Junge SVP Thurgau“ und „Junge EVP Thurgau“, begrüsst die Botschaft der Regierung zur Änderung des Gesetzes über die Volksschule (Vorschulische Sprachförderung). Obschon die aufgezeigten Änderungen im Vergleich zur ursprünglichen Vernehmlassung den Forderungen der Jungparteien, geltend gemacht durch die am 27. Januar eingereichten Vernehmlassungsantwort der JSVP Thurgau, in praktisch keinem Punkt nachkommen, erachten wir den vorliegenden Gesetzesentwurf in der aktuellen Version als zielfördernd.

Da nun der Grossrat mit der Ausarbeitung des Gesetzes gefordert ist, beobachten wir die Entwicklungen genau. Wir stellen klar: Sollte es zu einer Aufweichung der aktuellen Vorlage kommen, beispielsweise zur Streichung der Elternbeiträge, sehen sich die beiden oben genannten und gegebenenfalls weitere Jungparteien dazu veranlasst, eine kantonale Verfassungsinitiative zu lancieren.

Durch eine Kostenbeteiligung der Eltern werden die Selbstverantwortung verstärkt gefördert und Anreize für frühe Förderung der deutschen Sprachkompetenz geschaffen. Getreu dem Verursacherprinzip werden die Kosten internalisiert. Dabei zielt die angesprochene Änderung des Volksschulgesetzes und die Absicht der hier Unterzeichnenden vor allem auf Haushalte, die die Kinder nicht angemessen in der deutschen Sprachkompetenz fördern.

Das Komitee regt des Weiteren an, klare und transparente Kriterien für die Umsetzung der vorschulischen Sprachförderung in den ausführenden Institutionen festzulegen. Ziel muss sein, die phonologische Bewusstheit der teilnehmenden Kinder auf spielerische Art und Weise gezielt zu fördern.

Deutsch zu verstehen und fliessend zu sprechen ist eine essenzielle Grundlage für die schulische und später auch berufliche Chancengleichheit und soziale Integration.

Das Komitee dankt für die Kenntnisnahme und freut sich auf eine dementsprechende Umsetzung des Geschäftes im Grossen Rat.

Max Slongo (l.) und Marco Bortoluzzi (r.) bringen das Schreiben an den Grossen Rat im Namen des überparteilichen Initiativkomitees zum Briefkasten.

Kategorien: Allgemein

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